Kategorie-Archiv: Allgemein

Fertig Motors – ein echtes Vorzeigeunternehmen in der Region

Auf Anregung der Kreistagsfraktion der Freien Wähler besuchten etwa 40 Mitglieder die Firma Fertig Motors am Dillberg in Marktheidenfeld. Die Organisation hatte der FW-Ortsverband Marktheidenfeld übernommen.

Nach der Begrüßung durch Firmenchef Erwin Fertig und einer sehr anschaulichen Einführung durch Dietmar Hamberger, Geschäftsführer bei Fertig Motors, ging es in zwei Gruppen zur Betriebsführung.

Zu Besuch bei der Firma Fertig Motors am Marktheidenfelder Dillberg mit Geschäftsführer Dietmar Hamberger (re.), stellv. OV-Vorsitzendem Reinhold Braun (3. v. re.) und Landtags-Direktkandidatin Anna Stolz (3. v. li.).

Zu Besuch bei der Firma Fertig Motors am Marktheidenfelder Dillberg mit Geschäftsführer Dietmar Hamberger (re.), stellv. OV-Vorsitzendem Reinhold Braun (3. v. re.) und Landtags-Direktkandidatin Anna Stolz (3. v. li.). Foto: Gabriele Riedmann

Die moderne Betriebsausstattung und die flexiblen Strukturen fielen den Besuchern sofort ins Auge. Es war offenkundig, dass dies neben anderen wichtigen Faktoren einer der Gründe ist, warum die Firma Fertig Motors so erfolgreich ist.

Besonders im erst kürzlich in Betrieb genommenen Werk 2, das nur wenige Meter vom Werk 1 entfernt liegt, war dies nicht zu übersehen. Es ist großzügig gebaut und eingerichtet, ein wirkliches Vorzeigeobjekt nicht nur für Marktheidenfeld, sondern für die ganze Region.

Im Anschluss ging es zur Schlussrast ins Hofcafé der Familie Wolf nach Altfeld.
Die Familie betreibt ihr Hofcafé als zweites Standbein neben der Landwirtschaft.
Alle Erzeugnisse stammen aus eigener Produktion.

(Text: Brigitte Riedmann, FW-Kreistagsfraktion)


Ausreichend innenstadtnahe Parkplätze vorhanden

Zur aktuellen Diskussion um den Stadtratsbeschluss zur Schließung des Mainkaiparkplatzes für den allgemeinen Verkehr äußert sich Andrea Hamberger, Sprecherin der Stadtratsfraktion der Freien Wähler, in einer Stellungnahme. Vor dem Hintergrund des „aktuell enormen Anstiegs des Verkehrs gerade in der Innenstadt“ sei es notwendig, eine „verträgliche Koordination der Verkehrsströme zur Verbesserung der Aufenthaltssituation der Fußgänger in der Innenstadt“ zu erreichen. Zu den beschlossenen Maßnahmen zählten u. a. auch die Ausweitung des verkehrsberuhigte Bereichs von der Kolpingstraße ab Kindergarten/nach Parkplatz Sparkasse Mainfranken über das Stadtmauergässchen und die Bronnbacher Straße bis zur Luitpoldstraße, die auf Anregung der Freien Wähler erfolgt sei.

Zum Mainkaiparkplatz führt Hamberger aus, dass „nach Vergleichen von Verkehrszählungen aus dem Jahre 2010 und 2017 verschiedene Überlegungen zur Verkehrsberuhigung bzw. Regulierung des anfallenden Parksuchverkehrs“ unternommen worden seien. So habe man im letzten Jahr
verschiedene Gespräche von Seiten der Bürgermeisterin und der Verwaltung
diesbezüglich geführt. Aus der Bürgerschaft, Werbegemeinschaft sowie vom Hotel- und
Gaststättenverein seien Vorschläge unterbreitet worden. Daraus habe sich u.  a. der Beschluss zur Schaffung zusätzlicher stadtnaher Dauerparkplätze auf dem neuen Festplatz gleich hinter der Alten Mainbrücke ergeben. „Somit kann die Stadt Marktheidenfeld in fußläufiger (3 bis 5 Min. Fußweg) Nähe zur Innenstadt ca. 1.000 Parkplätze (inkl. Tiefgarage) vorweisen. Dies ist hervorragend!“

So sei es nur folgerichtig den Parksuchverkehr zum Mainkaiparkplatz zu reduzieren. „Mit der Entscheidung zur Umsetzung der verkehrsberuhigenden Maßnahmen ist ein ausgearbeitetes Konzept zur Verkehrssituation durch dieVerwaltung zu erstellen“, so die Fraktionssprecherin weiter,
„und mit allen Betroffenen zu kommunizieren. Eventuell notwendige Änderungen sind ggf. zu berücksichtigen und in das Konzept zu integrieren.Erfolgsfaktor wird eine exakte Umsetzung des Konzeptes und eine 100%ige Kontrolle zur Einhaltung sein.“

Den vollen Wortlaut der Stellungnahme lesen Sie hier: Stellungnahme Mainkai-Parkplatz


Strauch und Weißenberger zu Ehrenmitgliedern ernannt

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft und Aktivität im Ortsverband standen auch auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler (wir berichteten). Mit Dagobert Strauch und Ernst Weißenberger zeichnete Vorsitzender Holger Seidel zwei hochverdiente Aktive mit der Ehrenmitgliedschaft aus.

In seinen Lobreden stützte sich der Ortsvorsitzende auf eigene Recherchen und auf hilfreiche Informationen, die ihm FW-Stadtrat Ludwig Keller zukommen ließ, wie Seidel betonte.

Dagobert Strauch (re.) wurde vom Ortsvorsitzenden Holger Seidel (li.) und dessen Stellvertreter Reinhold Braun zum Ehrenmitglied der Freien Wähler ernannt.

Dagobert Strauch (re.) wurde vom Ortsvorsitzenden Holger Seidel (li.) und dessen Stellvertreter Reinhold Braun zum Ehrenmitglied der Freien Wähler ernannt.

Dagobert Strauch, Jahrgang 1928, geboren in Eggersdorf, aufgewachsen in Berlin, gehörte zunächst dem Altfelder Gemeinderat, nach der Eingemeindung dann ab 1976 bis 1984 dem Marktheidenfelder Stadtrat, später dann dem Seniorenbeirat an. Als Altfelder war er in diesem Stadtteil, so Seidel, auch nach seiner Amtszeit ein „kommunalpolitisch sachkundiger Ansprechpartner und Repräsentant der Freien Wähler vor Ort“. Sein Engagement beim Roten Kreuz habe ihm einen Bekanntheitsgrad verschafft, von dem auch die FW profitiert hätten. Neben seiner Tätigkeit im Schützenverein sei er im Ortsverband der FW „außergewöhnlich lange“ Kassenprüfer gewesen und habe dieses Amt sehr ernst genommen. „Seine präzisen und scharf formulierten Kassenberichte fanden hohe Aufmerksamkeit“, zitierte Seidel eine Einschätzung Kellers. Bis ins hohe Alter politisch interessiert, halte er noch immer Kontakt zu den Mandatsträgern und besuche die FW-Versammlungen, sofern es die Gesundheit zulasse.

Ernst Weißenberger gehörte zu den Freien Bürgern (wie die Freien Wähler bei ihrer Gründung 1972 noch hießen) der ersten Stunde. So kandidierte er 1976 erstmals auf der FB-Liste und zog als einer von zehn der zwanzig FB-Stadtratskandidaten in den Stadtrat ein. Nach der Kommunalwahl 1984 gehörte er nicht mehr dem Stadtrat an, hält aber bis heute dauerhaft engen Kontakt zu den FB/FW.

Ernst Weißenberger (Mitte) erhält aus den Händen von Ortsvorsitzendem Holger Seidel (re.) und dessen Stellvertreter Reinhold Braun die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied.

Ernst Weißenberger (Mitte) erhält aus den Händen von Ortsvorsitzendem Holger Seidel (re.) und dessen Stellvertreter Reinhold Braun die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied.

Ortsvorsitzender Seidel hob hervor, dass es für Ernst Weißenberger nicht nur eine große Genugtuung, sondern auch eine Bestätigung seines anhaltenden Engagements für seine Heimatstadt gewesen sei, dass er erneut in den Stadtrat gewählt wurde, als er sich 2008 (dann bis 2014) erstmals wieder zu einer Kandidatur entschlossen hatte. In der Zwischenzeit habe er durch seine Tätigkeit im Sanierungsbeirat weiterhin engen Kontakt zur Stadtpolitik gehalten. In all den Jahren habe er auf kaum einer FW-Versammlung gefehlt, lobte Seidel. Seine Diskussionsbeiträge, in denen er bis heute offene und klare Worte finde, seien „geradezu legendär“. Nach wie vor liege ihm vor allem das Erscheinungsbild der Stadt am Herzen. Durch praktische Hinweise auf eventuelle Probleme und Missstände unterstütze er die Arbeit der Mandatsträger kontinuierlich. Neue Projekte fänden immer sein – durchaus auch kritisches – Interesse.

Seidel zitierte abschließend Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder bei der Verleihung der Marktheidenfelder Verdienstmedaille 2014 mit den Worten: „Sie galten als bester Kopfrechner und Berichterstatter für Baustellen und Parkplätze sowie als Kümmerer für Zwischenmenschliches und Einzelhändler. Als überregionaler Schwimmbad-, Sauna- und Fahrradwegtester haben Sie sich besondere Verdienste erworben!“

Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Reinhold Braun und unter großem Applaus der anwesenden Mitglieder überreichte der Vorsitzende die Ernennungsurkunde zur Ehrenmitgliedschaft und ein Weinpräsent.

Weitere besondere Würdigungen erfuhren für 45jährige Mitgliedschaft im Ortsverband folgende Mitglieder der Freien Wähler:

Eugen Gerster, der am 19. Dezember vergangenen Jahres seinen 90. Geburtstag feiern konnte, ist Ehrenvorsitzender des Schiffervereins „Gute Fahrt“ und gehörte zu den „kräftigen Stimmen des Marktheidenfelder Männerchores“, stellte Seidel fest. Als Freier Bürger habe auch er einst für den Stadtrat kandidiert.

August Jeßberger kam über seinen Vater Kurt, den „ehedem über Marktheidenfeld hinaus sehr bekannten Gastwirt und Gründungsvater der Freien Bürger“, zu den Freien Wählern. Bis heute, so der Vorsitzende, schätzten sie seine Gastfreundschaft in der Baumhoftenne.

„Ihnen allen gebührt unser aufrichtiger Dank und unsere Anerkennung für Ihre Treue und Ihre Unterstützung in all den Jahren Ihrer Mitgliedschaft“, schloss Seidel seine Laudatio und übergab eine Urkunde und ein kleines Präsent.


Ortsvorstand klar bestätigt

Mit Kontinuität und neuen Akzenten gehen die Freien Wähler Marktheidenfeld in die bevorstehenden Wahlen 2018 und 2020. So bestätigte die turnusgemäße Jahreshauptversammlung den Ortsvorsitzenden Holger Seidel einstimmig in seinem Amt. Ihm zur Seite stehen als Vorstandsmitglieder weiterhin Reinhold Braun und Günter Geißler (gleichberechtigte Stellvertreter), Michael Braun (Schatzmeister), Manuela Geißler-Benkert (Schriftführerin) und Joachim Hörnig (Öffentlichkeitsreferent). Ebenfalls wiedergewählt wurden die Kassenprüfer Gerd Rauh und Stefan Fertig.

Der wiedergewählte Vorstand des Ortsverbands der Freien Wähler (v. li. n. re.): Joachim Hörnig, Michael Braun, Vorsitzender Holger Seidel, Günter Geißler, Reinhold Braun. Es fehlt: Manuela Geißler-Benkert.

Der wiedergewählte Vorstand des Ortsverbands der Freien Wähler (v. li. n. re.): Joachim Hörnig, Michael Braun, Vorsitzender Holger Seidel, Günter Geißler, Reinhold Braun. Es fehlt: Manuela Geißler-Benkert.

Ortsvorsitzender Seidel ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein, darunter ein Besuch und Gespräche mit den Verantwortlichen im Marktheidenfelder Krankenhaus, die vorweihnachtliche Spendenaktion zugunsten der Tafel, die Dreikönigswanderung in die Stadtteile Michelrieth und Altfeld sowie die Unterschriftensammlung zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Den Blick nach vorn gerichtet gab Seidel den Startschuss für die Vorbereitungen zur Kommunalwahl 2020, indem er Themenfelder formulierte, in denen die Freien Wähler seiner Ansicht nach inhaltliche Schwerpunkte setzen können. Dazu zählen für ihn unter anderen die bauliche Verdichtung im Stadtgebiet, die Entwicklung des Quartiers mit dem alten Festplatz sowie die Gestaltung des Mainkais als „Aushängeschild und innenstadtnaher touristischer Anziehungspunkt“.

Dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Dietmar Träger und Alfred Hamberger folgte der Bericht des Schatzmeisters Michael Braun sowie die Entlastung des Vorstands.

Nach den Neuwahlen begann die Aussprache zu aktuellen Themen aus der Bezirks-, Kreis- und Stadtpolitik. Mit Spannung erwartet worden war dazu der Besuch von Landrat Thomas Schiebel, sollte doch das Thema „Krankenhaus“ erneut eine zentrale Rolle spielen. Schiebel stellte klar, dass man „intensiv“ am Nachnutzungskonzept für Marktheidenfeld arbeite und im Sommer mit entsprechenden Vorschlägen an die Öffentlichkeit gehen werde. Kernpunkte seien nach wie vor die Erweiterung der Altenpflege und der geriatrischen Rehabilitation. Was die Schulen in Marktheidenfeld betreffe, so Schiebel, würde der Kreistagsbeschluss vom Frühjahr 2017 umgesetzt, der u. a. den Neubau von Realschule und Dreifachsporthalle vorsehe.

Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder betonte, dass Wahlprogramm und –inhalte von 2014 weiter im Fokus ihrer Politik stünden. Als Erfolge nannte sie den Ausbau der städtischen Kinderbetreuung und die verschiedenen Projekte des „Gemeindeentwicklungskonzepts“ (GEK) in den Stadtteilen. Schmidt-Neder machte deutlich, dass man Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Ärzten schaffen müsse und dass für die Nachnutzung des Krankenhauses bald ein Konzept vorliegen solle. „Es laufen ganz viele Gespräche“, ließ sie die Versammlung wissen.

Auch Alt-Landrat und stellvertretender Bezirkstagsvizepräsident Armin Grein schaltete sich in die Diskussion ein und berichtete aus Sicht des Bezirks von den Entwicklungen in der Krankenhauspolitik. Er legte ein „10-Punkte-Papier“ zu möglichen Synergien bei der Zusammenarbeit des Bezirkskrankenhauses mit dem neuen Zentralklinikum in Lohr vor. Darin regte er auch an, darüber nachzudenken, „ob eine gemeinsame Trägerschaft des Gesamtcampus Lohr in einer für beide Seiten vorteilhaften Form gefunden werden könnte“.

Nach den Ehrungen (siehe eigener Bericht) stand die Vorstellung der FW-Kandidaten für die Landtagswahl im Herbst diesen Jahres auf der Tagesordnung. Anna Stolz, Bürgermeisterin von Arnstein, beschrieb ihre aktuellen politischen Schwerpunkte in „ihrer“ Stadt und ihre Ziele als Landtagskandidatin. Sie wolle sich stark machen für Bürokratieabbau, gute Rahmenbedingungen zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum sowie „bezahlbaren Wohnraum ohne allzu hohen Flächenverbrauch“.

Marco Pintar ergriff das Wort als FW-Landtagslistenkandidat und betonte die Rolle der Freien Wähler als „Bayerns starke Mitte“, um „etwas zu bewegen für die Menschen in Unterfranken“.

Den Abschluss des Abends bildeten die Berichte der FW-Vertreter in den Beiräten der Stadt: So informierten Günter Staub für den Seniorenbeirat und Meike Braun für den Umweltbeirat über die Themen der zurückliegenden Sitzungen. Brigitte Barthel, Vorsitzende des Jugendbeirats, gab einen Überblick über die aktuellen Planungen für die Erweiterung „Ma(e)in-Spielplatzes“ für Jugendliche. Der Beirat arbeite mit der städtischen Bauabteilung an einem Vorschlag, um die im städtischen Haushalt vorgesehenen Mittel sinnvoll und zukunftsweisend zu investieren, z. B. mit einem Beachvolleyballfeld und elektronischen Bewegungsspielgeräten.


„Rote Karte für die Strabs“

Unter diesem Motto sammelten die Freien Wähler am Marktheidenfelder Adenauerplatz Unterschriften für das  Volksbegehren zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, die in der sogenannten „Straßenausbaubeitragssatzung“ (kurz: Strabs) geregelt werden. Bei klirrender Kälte, aber schönstem Sonnenschein fand der Informations- und Aktionsstand reges Interesse und großen Zuspruch. Denn nach den Worten des Ortsvorsitzenden Holger Seidel kamen innerhalb kurzer Zeit gut 160 Unterschriften zusammen – eine wichtige Unterstützung auf dem Weg zum Volksbegehren, das die Freien Wähler im Januar auf den Weg gebracht hatten.

Am Aktions- und Informationsstand der Freien Wähler trafen die Bürgerinnen und Bürger auf den Ortsverbandvorsitzenden Holger Seidel (2. v. re.) sowie die Vorstandsmitglieder und FW-Stadträte Reinhold Braun (Mitte) und Joachim Hörnig (2. v. li.).

Am Aktions- und Informationsstand der Freien Wähler trafen die Bürgerinnen und Bürger auf den Ortsverbandvorsitzenden Holger Seidel (2. v. re.) sowie die Vorstandsmitglieder und FW-Stadträte Reinhold Braun (Mitte) und Joachim Hörnig (2. v. li.).

In Gesprächen des Vorsitzenden Seidel sowie der FW-Stadträte Reinhold Braun und Joachim Hörnig mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern wurde klar, dass viele das derzeitige System für ungerecht halten und deshalb für dessen Abschaffung unterschreiben. „Die Nutzung der meisten Straßen ist nicht nur auf die Anlieger beschränkt. Zudem haben diese bereits bei der Erschließung zur Finanzierung der Straße beigetragen“, begründete Seidel die Initiative der Freien Wähler. Folgerichtig müssten aber dann die Kommunen beim Straßenbau finanziell entlastet werden, und zwar durch einen eigenen Topf im Landeshaushalt, so der FW-Ortsvorsitzende weiter. „Deshalb wollen wir den Druck auf die Staatsregierung aufrecht erhalten und den Weg zu einem Volksbegehren weiter beschreiten.“


Vor Ort direkt informiert

Zwei Stadtteile haben die Freien Wähler Marktheidenfeld bei ihrer traditionellen Dreikönigswanderung nicht nur in den Blick genommen, sondern „erwandert“. Ihr Rundweg führte sie nämlich von Eichenfürst nach Michelrieth und von dort über Altfeld zurück. Ortsverbandsvorsitzender Holger Seidel konnte dazu neben Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder auch einige Stadt- und Kreisräte begrüßen.

Bei einer Zwischenrast im Bürgerhaus Michelrieth informierte FW-Stadtrat Werner Reidelbach gemeinsam mit der Bürgermeisterin vor Ort über den aktuellen Sachstand. Mittlerweile steht fest, dass man sich nach einer Unterredung mit Vertretern der Evangelischen Kirchengemeinde darauf verständigt hat, das alte Pfarrhaus aus der Fläche herauszutrennen sowie das bisherige Bürgerhaus, das „neue Pfarrhaus“ und die Garagen abzureißen. Bauherr und Träger wird die Stadt sein, die Kosten für die Entwurfsplanung teilen sich die Stadt und die Kirchengemeinde.

Dreikönigswanderung 2018 - Michelrieth

Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (re.) und Stadtrat Werner Reidelbach (links daneben) informierten die Freien Wähler in Michelrieth über den Sachstand zum dortigen Bürgerhaus.

Bei einem Rundgang durch das Bürgerhaus konnten sich die Anwesenden ein Bild davon machen, dass das Gebäude in seinem jetzigen Zustand z. B. nicht mehr den Anforderungen an Barrierefreiheit entspricht. Auch die sanitären Anlagen bedürften einer „Runderneuerung“.

Auf dem Rückweg ging es entlang des geplanten neuen Gewerbegebiets „Söllershöhe“ auf Altfelder Gemarkung, auf dessen Fläche von 48 Hektar abzüglich der darin enthaltenen Grünflächen kleine bis mittlere, in Richtung Main aber auch große Gewerbeansiedlungen erfolgen sollen.

Zur Schlussrast traf man sich im Restaurant „Der Eichenfürst“, um sich aufzuwärmen und über aktuelle regional- und lokalpolitische Themen auszutauschen.


Spende für die Menschen vor Ort

Kurz vor Weihnachten hat der Ortsverband Marktheidenfeld der Freien Wähler Lebensmittel im Wert von 500 Euro an die örtliche Tafel übergeben. Dies sei schon zu einer kleinen Tradition geworden, sagte Vorsitzender Holger Seidel (links im Bild). Statt der Veröffentlichung von Weihnachtsgrüßen wolle man – nun zum vierten Mal – 50 Pakete für Menschen schnüren, die eine Unterstützung zu den Feiertagen gut brauchen könnten.FW-Tafel (2017) - M. HarthWichtig sei es für die Freien Wähler, so Seidel, dass die Aktion Menschen aus der Stadt und dem Umland unmittelbar zugute komme. Carmen Wiesmann (Bildmitte) und Heribert Rügamer (links daneben) bedankten sich im Namen der Tafel und der Ökumenischen Sozialstation St. Elisabeth, Trägerin des Tafelvereins.

Text & Foto: Martin Harth


Glyphosat auf städtischen Flächen verbieten

Die Fraktion der Freien Wähler im Marktheidenfelder Stadtrat stellte den Antrag zum „sofortigen Anwendungsverbot des Pestizids Glyphosat auf allen im Besitz der Stadt Marktheidenfeld befindlichen eigengenutzten sowie verpachteten Grundstücken“. Fraktionssprecherin Andrea Hamberger wies in ihrer Begründung darauf hin, dass außer den „wahrscheinlich negativen krebserregenden Auswirkungen auf den Menschen“ durch Glyphosat ein „nachhaltiges Landwirtschaften“ ausgeschlossen werde, weil das Pestizid die „biologische Vielfalt in der Natur massiv stört und letzendlich vernichtet“. Den Wortlaut des Antrags finden Sie hier: Glyphosat-Antrag


„Stringente Haushaltsdisziplin einhalten“

In ihrer Rede zum Haushalt 2018 der Stadt Marktheidenfeld fordert die Fraktionssprecherin der Freien Wähler, Andrea Hamberger, angesichts der anstehenden Investitionen und „erheblicher Kostensteigerungen“ eine „stringente Haushaltsdisziplin“ einzuhalten. „Eine vorausschauende, nach Dringlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Kostenentwicklung gestufte Planung von Investitionen ist die konsequente Antwort auf die derzeitige Überhitzung der Konjunktur samt den damit verbundenen Kostenmehrungen“ so Hamberger weiter. Die Freien Wähler beantragen die Erstellung eines Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzepts, um die Stadt „in Bezug auf die in naher Zukunft veränderte Verkehrsführung (…), Verkehrsberuhigung der Altstadt und Eröffnung der Stadtbibliothek rechtzeitig vorzubereiten.“ Zudem sollte die Möglichkeit eines weiteren familienfreundlichen Baugebiets in der Kernstadt geprüft werden.

Die gesamte Haushaltsrede finden sie hier: Haushalt 2018


Freie Wähler informieren sich vor Ort – Besuch im Krankenhaus Marktheidenfeld

„Änderungen sind immer unangenehm, aber manchmal unvermeidlich“, so Klinikreferent Dr. Gregor Bett bei einem Informations- und Gesprächsbesuch des Ortsverbands der Freien Wähler Marktheidenfeld am hiesigen Krankenhaus. Damit bestätigte er einmal mehr, den eingeschlagenen Weg der Neustrukturierung des Klinikums Main-Spessart fortsetzen zu wollen.

Ortsverbandsvorsitzender Holger Seidel konnte unter den interessierten Besuchern einige Stadt- und Kreisräte sowie Alt-Landrat Armin Grein willkommen heißen. Für ihn und die Freien Wähler sei es wichtig, auf einer „sachlich fundierten Basis zur Meinungsbildung in der Debatte um das Krankenhaus“ beizutragen. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Karl Gerhard führte Dr. Walter Swoboda, Chefarzt der Inneren Medizin, Akutgeriatrie und Geriatrischen Reha, die Gruppe durch die Räumlichkeiten, um somit einen Einblick zu gewinnen in die bauliche Situation des Krankenhauses.

Zum abschließenden Gruppenbild versammelten sich Vertreter der Freien Wähler um den Ortsvorsitzenden Holger Seidel (6. v. re.) sowie des Klinikums Main-Spessart um Klinikreferent Dr. Gregor Bett (5. v. re.) und den Ärztlichen Direktor Dr. Matthias Schneider (3. v. re.).

Zum abschließenden Gruppenbild versammelten sich Vertreter der Freien Wähler um den Ortsvorsitzenden Holger Seidel (6. v. re.) sowie des Klinikums Main-Spessart um Klinikreferent Dr. Gregor Bett (5. v. re.) und den Ärztlichen Direktor Dr. Matthias Schneider (3. v. re.).

Als Gesprächsgrundlage für den anschließenden Meinungsaustausch referierte Klinikreferent Bett nochmals über die aktuelle finanzielle Lage des Klinikums und über seine Vision vom „Gesundheitscampus Main-Spessart in Lohr“. Marktheidenfeld sei darin eingebettet in den Schwerpunktbereichen Bildung, Rehabilitation und Pflege. Mit Blick auf die Schließung der Notfallambulanz wies er darauf hin, dass sich der ärztliche Bereitschaftsdienst in der Region neu organisieren müsse, auch wegen der dafür notwendigen „ärztlichen Ressourcen“, die schon knapp seien und in Zukunft knapper würden. Der ambulante Sektor sei grundsätzlich Angelegenheit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die die Zentralisierung in Lohr unterstütze.

Dr. Matthias Schneider, Ärztlicher Direktor des Klinikums, stützte und ergänzte die Ausführungen Betts mit dem Hinweis, dass die Rettungsdienstträger ebenso wie die Berufsgenossenschaften in die Gestaltung der Umstrukturierungen einbezogen seien. Damit trat er den von verschiedenen Seiten geäußerten Bedenken entgegen, dass mit der Schließung der Notaufnahme ein Qualitätsverlust bei der Notfallversorgung verbunden sei.

Auf die vom FW-Vorsitzenden Seidel gestellte Frage, ob die Kranken- und Altenpflegeschule durch den Bau eines Zentralkrankenhauses in Lohr gefährdet sei, antwortete Pflegedirektorin Gabriele Frings, dass diese Schule „nicht zur Disposition“ stehe. Marktheidenfeld bleibe der zentrale Standort für die Ausbildung der Pflegekräfte für das Klinikum Main-Spessart, bestätigte Bett.

Alt-Landrat Armin Grein machte sich in einem Gesprächsbeitrag erneut für die Einrichtung eines Ärztehauses am  jetzigen Krankenhausstandort stark. Dr. Schneider wünschte dazu Erfolg, gab aber zu bedenken, dass es schwierig sei, niedergelassene Ärzte zum Beispiel aus bestehenden Praxen dorthin zu holen.

Zum Abschluss dankte FW-Ortsvorsitzender allen Beteiligten und insbesondere der Leiterin „Unternehmenskommunikation“, Sandra Höflich, die den Besuch organisiert und die hochkarätige Teilnahme seitens des Klinikums möglich gemacht habe.


Ostereier und Blumen fanden regen Zuspruch

Internationales Flair am Marktheidenfelder Marktplatz: Gäste aus Montfort, Italien oder dem nicht ganz so fernen Darmstadt fanden am Karsamstag den Weg durch die Innenstadt und trafen dabei auf den Informationsstand der Freien Wähler. Eine Gruppe um den Ortsvorsitzenden Holger Seidel verschenkte vielfarbige Ostereier und Hornveilchen und brachte damit nicht nur Farbe, sondern auch vorösterliche Freude zu den Bürgerinnen und Bürgern. Viele Passanten, die für ihre Einkäufe in der Innenstadt über den Marktplatz kamen, freuten sich über diese Geste, und nebenbei ergab sich auch manche Gelegenheit zum (stadt-)politischen Gespräch mit Mitgliedern des FW-Ortsverbands und der Stadtratsfraktion.

Osteraktion 2017

Am Informationsstand der Freien Wähler trafen die Bürgerinnen und Bürger auf die Vorstandsmitglieder Holger Seidel, Reinhold Braun (zugleich Stadtrat) und Günter Geißler (v. l. n. r.) sowie die Stadträte Gerd Rauh und Michael Müller (v. r. n. l.).

„Die Freien Wähler bringen Farbe ins politische Geschehen, auch unabhängig von Wahlen“, erläuterte Seidel die Aktion, mit der durch den Ankauf der verschenkten Eier aus ökologischer Erzeugung zugleich die Initiative „Las Aguilas“ der Mexikogruppe Kahlgrund zugunsten von Straßenkindern in Mexiko unterstützt wurde.


Freie Wähler wollen die Debatten voranbringen

Ganz im Zeichen der aktuellen Diskussion um die Nachnutzung des Krankenhauses Marktheidenfeld stand die Jahreshauptversammlung des Ortsverbands der Freien Wähler.

Doch zuvor ging Ortsverbandsvorsitzender Holger Seidel auf die verschiedenen Aktivitäten des zurückliegenden Jahres ein, darunter die Weihnachtsaktion zugunsten der Tafel, die Dreikönigswanderung auf dem Marktheidenfelder Kulturweg III in Zimmern sowie eine Ortsbegehung am Main mit den Schwerpunktthemen „Alte Mainbrücke“ und „Erweiterung des Mehrgenerationenspielplatzes“.

Mit einer Schweigeminute gedachten die Mitglieder des Ende Oktober verstorbenen Gerd Haas, der zu den „Freien Wählern der ersten Stunde“ gehört und als Stadtrat von 1976 bis 1990 die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten habe, so Seidel.

Nach dem Bericht des Kassiers Michael Braun und der Entlastung des Vorstands berichteten die FW-Vertreter in den Beiräten der Stadt von ihrer Arbeit in den Gremien und aktuellen Projekten. So gab Günter Geißler, zugleich stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender, als Mitglied des Sanierungsbeirats einen Einblick in anstehende kernstädtische Bauvorhaben. Günter Staub berichtete von den Aktivitäten des Seniorenbeirats und wies darauf hin, dass gerade für dieses Gremium nach dem Ausscheiden mehrerer Mitglieder engagierte Leute gesucht würden.

FW - JHV

FW-Ortsvorsitzender Holger Seidel (li.) und Kassierer Michael Braun folgen den Ausführungen von Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (re.) zum Thema Krankenhaus.

Seidel selbst gab stellvertretend für die Vorsitzende des Jugendbeirats, Brigitte Barthel, einen Überblick über die Initiativen und Aktivitäten wie eine Malaktion zur Beruhigung der sog. „Baustraße“ am „Ma(e)in-Spielplatz“ sowie zu den aktuellen Planungen für die Erweiterung dieses Platzes für Jugendliche.

Zu aktuellen Themen der Stadt- und Kreispolitik bezogen Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder und FW-Kreisrätin Andrea Hamberger Stellung. Dabei machten beide deutlich, dass die Entscheidung für ein Zentralklinikum unumgänglich und vernünftig gewesen sei. Hinsichtlich der Nachnutzung gelte es nunmehr, die vorgelegten Vorschläge zur Nachnutzung zu prüfen und zu diskutieren mit Blick auf das Sinnvolle und Machbare. Auch Alt-Landrat und Bezirkstagsvizepräsident Armin Grein schaltete sich in die Diskussion ein und berichtete aus Sicht des Bezirks von den Entwicklungen in der Krankenhauspolitik. Auch er, so Grein, hätte als Landrat die Umstrukturierung vorgenommen. Mehrere Frage- und Redebeiträge ließen den Wunsch deutlich werden, dass die derzeit sehr emotionsgeladene Diskussion sich wieder mehr an den Fakten orientieren und weniger aggressiv geführt werden müsse. Gerade hier sieht Vorsitzender Seidel die Aufgabe seiner politischen Interessengruppe, der Freien Wähler: Informations- und Aufklärungsarbeit betreiben für eine „nach vorn gerichtete Debatte über die Zukunft des Gesundheitsstandorts Marktheidenfeld“.


„Wir brauchen Verlässlichkeit und Perspektiven“

Die Konturen werden schärfer, doch das ganze Bild ist noch nicht sichtbar: Wie geht es konkret weiter am „Gesundheitsstandort Marktheidenfeld“?

Bei einem Freie-Wähler-Spitzengespräch betonten Erste Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, Fraktionssprecherin Andrea Hamberger und Ortsvorsitzender Holger Seidel, dass die Freien Wähler Marktheidenfeld zu den Wahlaussagen aus dem Jahr 2014 stehen: „Wir sind in Marktheidenfeld mitverantwortlich für den Erhalt des Hauses und werden deshalb zur Weiterentwicklung des Krankenhauses Marktheidenfeld als Teil des Klinikums Main-Spessart mitwirken.“

Es gebe durchaus eine Vielfalt an Vorstellungen zur Gestaltung dieser „Weiterentwicklung“. Die Freien Wähler begleiten diesen Prozess aktiv, kritisch und sachbezogen. Wichtig sei dabei, dass das jetzt vorgelegte Nachnutzungskonzept die Perspektive eröffne, den Standort Marktheidenfeld nachhaltig zu stärken. Zudem sei es unerlässlich, das Bedürfnis der Bevölkerung nach einer adäquaten Notfallversorgung ernst zu nehmen. Diese Versorgung müsse qualitativ hochwertig sein, denn nur dadurch finde sie auch Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern. Es gelte dabei stets im Auge zu behalten, was machbar, zukunftsorientiert und sinnvoll sei.

FW-Ortsvorsitzender Seidel führt weiter aus: „Bürgerversammlungen und Informationsveranstaltungen haben gezeigt, dass im Bereich der Verlässlichkeit, aber auch bei der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern gewisse Defizite bestehen. Diese abzubauen und das Vertrauen in die gewählten Vertreter und Kommunalbehörden zu stärken, ist aktuell eine der wichtigsten Aufgaben für Kreistag und Verwaltungsspitze.

Die Freien Wähler sehen folgende Aspekte als wesentlich an:

  • Änderungen in Zeitplan und/oder Vorgehensweise dürfen nicht an den Entscheidungsgremien und Bürgern vorbei durchgesetzt werden. Deshalb braucht es neben einem ‚Nachnutzungskonzept‘ auch ein ‚Kommunikationskonzept‘, d. h. konkrete Vorstellungen darüber, wie Entscheidungen und Entwicklungen zeitnah und transparent vermittelt werden.
  • Eine Stadt, die als ‚ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte‘ gilt, darf nicht durch Entscheidungen auf bundespolitischer Ebene, die aber in der Kommunalpolitik umgesetzt werden müssen, geschwächt werden. Diese Gefahr droht allerdings, wenn ein wesentlicher Standortfaktor, nämlich die wohnortnahe, gut erreichbare und sichere Erst- und Notfallversorgung der Bürgerinnen und Bürger auf dem Spiel steht.

Die Freien Wähler plädieren deshalb im Rahmen eines Nachnutzungskonzepts für die Sicherung des ärztlichen Notfalldienstes sowie die Stärkung der darin eingebundenen niedergelassenen Ärzte. Hier könnten z. B. die Krankenhausgebäude standortgerecht in ein Ärztehaus oder Medizinisches Versorgungszentrum überführt werden. Der jetzt schon gesetzlich vorgesehene Ärztliche Bereitschaftsdienst muss dann so gestaltet werden, dass die Marktheidenfelder jederzeit und gut erreichbar (not-)ärztlich (erst-)versorgt werden können.

  • Künftige Großinvestitionen für das neue Zentralkrankenhaus dürfen nicht zu Einsparungen bei unumgänglichen und überfälligen Projekten in anderen Bereichen führen. Genannt werden muss in diesem Zusammenhang die Gestaltung des Bildungsstandorts Marktheidenfeld. Hier hat ja der Stadtrat in einer Resolution Ende Januar bereits auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass es bei der Sanierung von Staatlicher Realschule, Balthasar-Neumann-Gymnasium und Main-Spessart-Halle keinen Aufschub mehr geben darf. Angesichts des Zustands der Gebäude müssen die notwendigen Maßnahmen für unsere Kinder zügig umgesetzt werden.

Die Freien Wähler sehen durchaus große Chancen, Marktheidenfeld als Gesundheits- und Bildungsstandort zu stärken, ohne die für alle Bürgerinnen und Bürger wichtige und notwendige ärztliche Erst- und Notfallversorgung zu vernachlässigen. Die Verantwortlichen sind deshalb aufgefordert, Verlässlichkeit zu zeigen und Perspektiven zu entwickeln.“


Auf der Rothenfelser Sonnnenseite unterwegs

Bei klirrender Kälte, aber herrlichem Sonnenschein unternahmen die Freien Wähler Marktheidenfeld bei ihrer traditionellen Dreikönigswanderung einen Ausflug in den Stadtteil Zimmern, um sich dort auf den im Herbst eingeweihten Marktheidenfelder Kulturweg III „Auf der Rothenfelser Sonnenseite“ zu machen. Ortsverbandsvorsitzender Holger Seidel konnte dazu neben Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder auch einige Stadt- und Kreisräte begrüßen.

Zwischenrast unweit der Gemarkungsgrenze zwischen Roden und Zimmern

Zwischenrast unweit der Gemarkungsgrenze zwischen Roden und Zimmern

Die Route führte von der St.-Michael-Kirche zu der bis 1964 genutzten Fähranlegestelle am Main sowie in die ehemaligen Weinberge und Steinbrüche oberhalb Zimmerns. Von dort ging es weiter zur Steinwiese an der Gemarkungsgrenze zwischen Zimmern und Roden und dann hinab zu den Mühlen im Rödertal. An den Informationstafeln erfuhren die Wanderer einiges über die Besonderheiten auf diesem abwechslungsreichen Weg und schärften ihren Blick für diesen Teil der Kulturlandschaft im Bereich von Marktheidenfeld. Und sie hatten immer wieder im Sonnenlicht vor Augen, was über Jahrhunderte Zimmern prägte: die Burg Rothenfels. Burg- und Stadtherren regierten nämlich bis 1811 auch über das auf der Sonnenseite des Mains gelegene Zimmern.

Am Zipprichkreuz

Am Zipprichkreuz

Zur Schlussrast traf man sich im Café Mainland, um sich aufzuwärmen und über aktuelle regional- und lokalpolitische Themen auszutauschen.


Rede zum Jahresschluss

In der Jahresabschlusssitzung des Marktheidenfelder Stadtrats hielt in diesem Jahr turnusgemäß Andrea Hamberger (FW) die Rede im Namen aller Stadtratsfraktionen. Dabei lobte sie die zukunftsweisenden Investitionen der Stadt und wies zugleich darauf hin, dass künftig die finanzielle Lage der Stadt nicht mehr die Erfüllung aller Wünsche zulasse. Jahresabschlussrede 2016


Den Main im Visier

Ortsbegehung (10)

An der Alten Mainbrücke folgen u. a. Alt-Landrat Armin Grein (3. v. li.), Dr. Michael Deubert (4. v. li.) und Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (3. v. re.) den Ausführungen von Klaus Ludorf (nicht im Bild).

Den Main fest im Blick hatten die Freien Wähler Marktheidenfeld bei ihrer Ortsbegehung, zu der Vorsitzender Holger Seidel rund 25 interessierte Gäste begrüßen konnte. Man wolle mit den Bürgern über aktuelle stadtpolitische Themen und Entwicklungen ins Gespräch kommen – die Situation am Main, insbesondere die Zukunft der Alten Mainbrücke sowie die weitere Mainufergestaltung, bieten dafür, so Seidel, einen passenden Anlass.

 

Ortsbegehung_2

FW-Ortsvorsitzender Holger Seidel (2. v. li.) konnte gut 25 Gäste zur Ortsbegehung begrüßen.

Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (FW) gab einen Überblick zum derzeitigen Sachstand „Alte Mainbrücke“. Sie wies auf den einstimmigen Beschluss des Stadtrats zum Erhalt der Brücke in ihrem jetzigen Zustand und auf die dem Stadtrat vorgestellten Ergebnisse der Simulationsfahrten hin, die „reale Ergebnisse“ dazu geliefert hätten, inwiefern eine gefahrlose Passage der Brücke möglich sei. Eine endgültige Entscheidung sei wohl frühestens im kommenden Jahr zu erwarten, so die Bürgermeisterin.

Die besondere historische Bedeutung der 1845 fertig gestellten Mainbrücke nahm Dr. Michael Deubert, Vorsitzender des Historischen Vereins Marktheidenfeld und Umgebung, in den Blick. Dabei betonte er die persönliche Mitwirkung des damaligen bayerischen Königs Ludwigs I. an der Planung, denn dieser habe verfügt, dass die Steine der Brücke „wie alte römische Quader behauen werden sollen“. Selbst die „Leipziger Illustrirte Zeitung habe im April 1845 über den Bau berichtet – ein Beleg für dessen architektonische Besonderheit. Deshalb sei der Erhalt der Brücke mit allen sieben Bögen aus historischer und denkmalschützerischer Sicht unerlässlich, so Deubert.

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Klaus Ludorf (re.) vom Schifferverein „Gute Fahrt“ äußert seine Meinung zur Zukunft der Alten Mainbrücke.

Auch er finde die Brücke sehr schön, ergänzte Klaus Ludorf vom Schifferverein „Gute Fahrt“ Marktheidenfeld seine Sichtweise. Mit dem Blick eines Schiffslenkers stelle sich die Situation in Marktheidenfeld aber als durchaus gefährlich dar. Dabei bezog er sich auf die Position der Brücke (nicht rechtwinklig zum Flusslauf) sowie Durchfahrtshöhe und –breite, die es schwierig machten, die Brücke gefahrlos zu passieren. Er plädiere deshalb dafür, einen Pfeiler zu entfernen und die Brücke dementsprechend zu gestalten, dass ihr Charakter weitgehend erhalten bleibe.

Nach kontroversen Gesprächen, welche die Brisanz des Themas einmal mehr deutlich werden ließen, widmeten sich die Teilnehmer dem Themenfeld „Mainufergestaltung“. Die Bürgermeisterin erläuterte die Beschlusslage zur Planung des Abschnitts zwischen Felsenkeller und Sängerheim und richtete ihren Blick auf die weiteren Abschnitte, deren Gestaltung durch die Projektgruppe noch anstehe. In diesem Zusammenhang machte Paul Woywod, ehemaliger Leiter der Autobahnpolizei Rottweil, aus Sicht eines Verkehrsexperten deutlich, dass man Zu- und Abfahrt zum Parkplatz am Main überdenken sollte. Gerade der „Parkplatzsuchverkehr“ beunruhige den doch eigentlich so schönen ruhigen Bereich am Mainkai, den er als „Sahnestück Marktheidenfelds“ bezeichnete. Einige Bürger äußerten an dieser Stelle ihre Sorge, dass durch den vielfach zu schnellen Verkehr im eigentlich „verkehrsberuhigten Bereich“ („Spielstraßen“-Schild) nach wie vor Gefahren für Fußgänger und Radfahrer gegeben seien. Es wurde der Vorschlag geäußert, die Bau-/Behelfsstraße zwischen Lengfurter Straße und Mainparkplatz durch Poller so zu sperren, dass nur Anwohner und Rettungskräfte passieren könnten.

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Brigitte Barthel (3. v. re.), Vorsitzende des städtischen Jugendbeirats, erläutert die Pläne des Gremiums zur Erweiterung der Ma(e)in-Spielplatzes.

Die Beruhigung dieser „Rennstrecke“ sei auch Ziel der Bemühungen des städtischen Jugendbeirats, dessen Vorschläge und Initiativen die Vorsitzende Brigitte Barthel vorstellte. Schon im Juli würden Schüler des Balthasar-Neumann-Gymnasiums und der St.-Kilian-Schule ihre Ideen zur kreativen Verkehrsberuhigung in die Tat umsetzen. Vier Klassen waren aus einem Wettbewerb des Jugendbeirats mit ihren Entwürfen als Sieger hervorgegangen. Daneben, so Barthel, befasse sich der Beirat intensiv mit der Erweiterung des Mehrgenerationenspielplatzes am Main, die ja schon vom Stadtrat angeregt worden war. Hierzu werde man voraussichtlich im Herbst an die verantwortlichen Gremien mit entsprechenden Entwürfen und Anträgen herantreten.

FW-Ortsvorsitzender Seidel dankte Bürgermeisterin und Experten für ihre sachkundigen Informationen sowie den Bürgern für ihr aktives Interesse, das sie durch Fragen und Diskussionsbeiträge deutlich gemacht hätten. Er kündigte an, dass die Freien Wähler solche Veranstaltungen vor Ort in loser Folge durchführen wollten, zugeschnitten auf die Fragen und Anregungen der Bürger.


Ostereier für Hädefeld

Bunte Farben an einem sonnigen Vormittag: Die Freien Wähler Marktheidenfeld verschenkten am Samstag vor Ostern orangene und grüne Ostereier sowie vielfarbige Hornveilchen an die Marktheidenfelder und brachten damit nicht nur Farbe, sondern auch vorösterliche Freude zu den Bürgerinnen und Bürgern. Viele Passanten, die dank des schönen Wetters die Innenstadt rund um den Marktplatz bevölkerten, freuten sich über diese Geste, und nebenbei ergab sich auch manche Gelegenheit zum stadtpolitischen Gespräch mit Mitgliedern des FW-Ortsverbands und der Stadtratsfraktion.

„Die Freien Wähler bringen Farbe ins politische Geschehen, auch unabhängig von Wahlen“, erläuterte Ortsverbandsvorsitzender Holger Seidel die Aktion, mit der durch den Ankauf der verschenkten Eier aus ökologischer Erzeugung zugleich die Initiative „Las Aguilas“ der Mexikogruppe Kahlgrund unterstützt wurde.


Hädefelder Historie live

Pünktlich zu Beginn des Jubiläumsjahres „200 Jahre Neues Brauhaus“ unternahmen die Freien Wähler Marktheidenfeld bei ihrer traditionellen Dreikönigswanderung eine Zeitreise in die Hädefelder Vergangenheit. Ortsverbandsvorsitzender Holger Seidel konnte dazu neben Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder und einigen Stadt- und Kreisräten auch Alt-Landrat und Bezirkstagsvizepräsident Armin Grein begrüßen.
Die Route führte vom Main in das Gelände oberhalb von Marktheidenfeld an Wonnemar und Nikolausweg entlang über den Südring zur Lengfurter Straße, wo die Wanderer zum Felsenkeller gelangten, dem „Neuen Brauhaus von 1816“. Dort bot ihnen „Mäx“ Tauberschmitt eine fachkundige und kurzweilige Führung durch die Eis- und Felsenkeller, die vor über 200 Jahren in mühevoller Handarbeit aus dem Fels gehauen wurden.

Freie Wähler am Neuen Brauhaus

Vor dem „Neuen Brauhaus von 1816“: „Mäx“ Tauberschmitt (hinten mit Warnjacke) und die Freien Wähler

Der Wirt des Felsenkellers berichtete von den Anfängen des Bierbrauens in Marktheidenfeld und vom Leben der „Menschen am Mee“ Anfang des 19. Jahrhunderts, illustriert durch Fotos und Rekonstruktionszeichnungen aus den Beständen des Historischen Vereins. Er wusste von Franz Heinrich Stein zu erzählen, der 1811 damit begonnen hatte, einen Keller in die Sandsteinfelsen des Hanges zu treiben auf einer Länge von etwa 40 Metern und ca. 4 m breit. Bei der Begehung dieses Kellers konnten die Besucher neben dem blanken Sandstein auch kleinere Nebenräume sehen sowie Marktheidenfelds kleinste Tropfsteinhöhle. Insgesamt finden sich entlang der Lengfurter Straße sieben solcher Felsenkeller, die heute sowohl in privater Hand als auch im Besitz der Stadt liegen und ein wichtiges Winterquartier für Fledermäuse sind, die hier in Spalten und Ritzen verborgen die kalte Jahreszeit gut geschützt verbringen.

Die Freien Wähler eröffneten mit dieser Veranstaltung das Jahr 2016, das neben dem erwähnten Jubiläum sicherlich auch zahlreiche wichtige regional- und lokalpolitische Ereignisse und Entwicklungen parat hält.


Bereichsversammlung der Freien Wähler

Am Dienstag, 19. Januar 2016, treffen sich die Freien Wähler aus dem Bereich Marktheidenfeld ab 19 Uhr zur Versammlung in der „Baumhoftenne“. Zentrales Thema ist die Zukunft des Gesundheitsstandorts Marktheidenfeld nach dem Beschluss des Kreistags über die Einrichtung eines Zentralklinikums für den Landkreis Main-Spessart. Es geht dabei v. a. um die Sammlung und Diskussion von Möglichkeiten zur Gestaltung der Umstrukturierungskonzepte, die Marktheidenfeld betreffen.

Einladung Bereichsversammlung


Die Bedürftigen im Blick

„Miteinander für Marktheidenfeld“ – unter diesem Motto packten Ortsverband und Fraktion der Freien Wähler 50 Päckchen für Kunden der Marktheidenfelder Tafel, die bei der vorweihnachtlichen Wochenendausgabe zur Verfügung gestellt werden.

Tafel 2015 (1)

Gewissenhaft stellen Mitglieder der Freien Wähler Marktheidenfeld die Weihnachtspäckchen für die Tafelkunden zusammen.

Gefüllt mit Kaffee und Mehl, Reis und Schokolade, Nudeln und vielen weiteren Lebensmitteln oder Artikeln des täglichen Bedarfs übergaben der Ortsverbandsvorsitzende Holger Seidel und Fraktionsvorsitzende Andrea Hamberger die Tüten zusammen mit Vorstands- und Fraktionsmitgliedern der Freien Wähler an den Vorsitzenden der Tafel, Heribert Rügamer, und Schriftführerin Carmen Wiesmann in den Räumen der Tafel.

Tafel 2015 (2)

Übergabe in den Räumen der Tafel durch Ortsvorsitzenden Holger Seidel (3. v. li.) und Fraktionsvorsitzende Andrea Hamberger (3. v. re.) an Heribert Rügamer (2. v. li.) und Carmen Wiesmann (Mitte vorne) von der Tafel.

Bewusst haben sich die Freien Wähler in diesem Jahr wieder dazu entscheiden, statt einer Weihnachtsanzeige das Geld bedürftigen Bürgern zukommen zu lassen. „Die Tafel ist dafür genau die richtige Adresse“, begründete Seidel die Entscheidung. „Wir schätzen das Ehrenamt und das Engagement – das möchten wir mit unser Spende zum Ausdruck bringen“, so der FW-Vorsitzende bei der Übergabe. „Zugleich ist es uns ein Anliegen, unsere Verbundenheit mit den Bürgern unserer Stadt auszudrücken, die es schwer haben.“ Rügamer und Wiesmann zeigten sich erfreut über die stattliche Zahl der Päckchen und dankten den Freien Wählern für dieses Zeichen der Solidarität. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten konnten die Freien Wähler einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich über die Arbeit der insgesamt rund 80 ehrenamtlichen Helfer informieren.


Wie sieht die Zukunft des Gesundheitsstandorts Marktheidenfeld aus?

Wohin steuert die Krankenhauslandschaft im Landkreis Main-Spessart? Diese Frage beschäftigt seit Wochen die Öffentlichkeit, auch in Marktheidenfeld – geht es doch um nichts weniger als um die Zukunft des hiesigen Krankenhausstandorts. Holger Seidel, Vorsitzender des Ortsverbands der Freien Wähler Marktheidenfeld, stellte auf der Jahreshauptversammlung ein Positionspapier vor, das er in der Vielfalt der Diskussionsbeiträge als „Beitrag aus dem Ortsverband“ verstanden haben will. Für ihn vollzieht sich die Diskussion aktuell überwiegend auf zwei Ebenen: die Darstellung des Ist-Zustands, vornehmlich beruhend auf dem Gutachten der Peritinos AG, und die Darstellung der möglichen Konsequenzen aus den Feststellungen des Gutachtens, konzentriert auf die anstehende Entscheidung zu einem möglichen Zentralklinikum. Dabei sieht Seidel das Problem, dass der Öffentlichkeit nicht alle Informationen zur Verfügung stehen – ein Umstand, der zusätzlich Verunsicherung und Misstrauen schaffe.
Der Ortsvorsitzende führt weiter aus:
»Die Freien Wähler Marktheidenfeld stehen ausdrücklich zum Gesundheitsstandort Marktheidenfeld. Die teilweise einseitige Konzentration auf eine Reduzierung des Defizits bis hin zur „schwarzen Null“ (wie sie bei der Vorstellung des Peritinos-Gutachtens in Aussicht gestellt wurde) wird den Bedürfnissen der Bevölkerung und den Möglichkeiten an den einzelnen Klinikstandorten nicht hinreichend gerecht.
Wir sollten die Debatte auf einer weiteren Ebene voranbringen: die Entwicklung konzeptioneller und inhaltlicher Überlegungen für Marktheidenfeld. Idealerweise sollten derartige Überlegungen einer weitreichenden (Grundsatz-) Entscheidung vorangehen, nicht folgen! Bewährt hat sich bei solchen Fragen die Einrichtung eines „Runden Tisches“, für das Thema „Klinikum Main-Spessart“ z. B. mit Vertretern aus Medizin, Wirtschaft, Politik und den Krankenkassen. Dabei darf es in keinem Fall um eine Schließung des Krankenhauses gehen, sondern es muss allen Beteiligten daran gelegen sein, Marktheidenfeld zukunftssicher umzugestalten. Abwägungen von Vor- und Nachteilen einzelner Standorte spielen hierbei keine Rolle – es geht um das Mögliche und Machbare für Marktheidenfeld.
Was bedeutet das konkret?
Die Bürgerinnen und Bürger Marktheidenfelds brauchen ein Angebot, das ihnen eine gut erreichbare und sichere Erst- und Notfallversorgung gewährleistet.
Als Vorsitzender der Freien Wähler plädiere ich daher für Sicherung und Ausbau des ärztlichen Notfalldienstes als „Quasi-24-Stunden-Ambulanz“ sowie die Stärkung der darin eingebundenen niedergelassenen Ärzte. Zudem muss in Marktheidenfeld ein D(urchgangsarzt)-Arzt eingebunden werden, der für die hiesigen Unternehmen, Betriebe und Behörden als Facharzt für Arbeits- und Betriebsunfälle aller Art zur Verfügung steht. Der jetzt schon gesetzlich vorgesehene Ärztliche Bereitschaftsdienst muss so gestaltet werden, dass die Marktheidenfelder jederzeit und gut erreichbar (not-)ärztlich (erst-)versorgt werden können.
Welche weiteren Vorschläge stehen zur Diskussion?
Der Gesundheitsstandort Marktheidenfeld bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, die bisher nicht hinreichend diskutiert wurden.
Als Vorsitzender der Freien Wähler sehe ich für eine sinnvolle und zukunftsgerechte Nutzung der bestehenden Krankenhausgebäude mehrere Möglichkeiten, die auch miteinander kombinierbar sind:
– Ausbau des Kreisseniorenzentrums zu einer Seniorenwohnanlage
– Integration von Einrichtungen für Tages- und Kurzzeitpflege
– Aufbau eines Zentrums für Geriatrie und Rehabilitation (eine Akutgeriatrie ist seit 2011 im bayerischen Krankenhausplan für Marktheidenfeld festgeschrieben)
– Aufbau eines „Kompetenzzentrums für Hospiz- und Palliativarbeit“ (ein palliativmedizinischer Dienst für Marktheidenfeld ist 2013 in den Krankenhausplan aufgenommen worden; die Zusammenarbeit mit entsprechenden Einrichtungen in Würzburg wird dabei intensiviert)
– Aufbau eines „Gesundheitscampus Marktheidenfeld“.
Welche Überlegungen stehen hinter diesen Vorschlägen?
Spezialisierungen in bestimmten Bereichen werden vom neuen Krankenhausstrukturgesetz ausdrücklich gefordert und gefördert. Die hierin liegenden Chancen zu erkennen und für den Gesundheitsstandort Marktheidenfeld zu nutzen, muss Aufgabe der lokalen Politik sein. Ein „Kompetenzzentrum für Hospiz- und Palliativarbeit“ kann z. B. ein mögliches (Kinder-)Hospiz in seiner Arbeit begleiten oder mit einer angeschlossenen Hospizakademie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Arbeitsfeld anbieten. Letzteres könnte damit auch Teil des genannten „Gesundheitscampus Marktheidenfeld“ sein, durch den sich die Stadt als Ausbildungs- und (evtl.) Studienort für Berufe im Bereich des Gesundheits- und Pflegemanagements profilieren kann. Zu diesem „Campus“ zählen heute schon die Berufsschulen für Kranken- und Altenpflege, die zu entsprechenden Akademien ausgebaut werden könnten. Damit würde Marktheidenfeld für den Landkreis, aber auch darüber hinaus, zu einem zentralen Anlaufpunkt im medizinisch-pflegerischen Bereich.«
Mit der Vorlage dieser Vorschläge sieht der Ortsvorsitzende der Freien Wähler eine große Chance, Marktheidenfeld als Gesundheits- und Bildungsstandort zu stärken, ohne die für alle Bürgerinnen und Bürger wichtige und notwendige ärztliche Erst- und Notfallversorgung zu vernachlässigen.


Ein „unverzichtbare Größe“ für die Freien Wähler

Ganz im Zeichen der aktuellen Diskussion um das Krankenhaus Marktheidenfeld stand die Jahreshauptversammlung des Ortsverbands der Freien Wähler. Vorsitzender Holger Seidel stellte dabei ein Positionspapier vor, das er als „Diskussionsbeitrag aus dem Ortsverband“ verstanden wissen wollte (s. Extrabericht). Zudem gab er einen Rechenschaftsbericht des vergangenen Jahres und ehrte Ludwig Keller für 30jährige Mitgliedschaft bei den Freien Wählern.
Beim Rückblick auf sein erstes Jahr als Ortsverbandsvorsitzender ging Seidel auf die verschiedenen Aktivitäten ein, die auf große Resonanz stießen, darunter die Weihnachtsaktion zugunsten der Tafel, die Dreikönigswanderung zum ehemaligen Bundeswehrbunker in Lengfurt sowie eine herbstliche Weinprobe auf dem Homburger Weingut Huller.
Mit einer Schweigeminute gedachten die Mitglieder des Anfang Oktober verstorbenen Otto Schäfer, der als Ortssprecher von Glasofen und Stadtrat die Interessen der Bürger seines Stadtteils engagiert vertreten habe, so Seidel.
„Politiker dürfen sich nicht wie die Wetterhähne im Wind der Stimmungen drehen.“ Mit diesem Satz des heuer verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker charakterisierte Seidel zu Beginn der Laudatio für Ludwig Keller dessen Haltung. Der FW-Stadtrat – seit 1990 Mitglied des Gremiums – sei „stets aufrecht und ehrlich, geradlinig und bodenständig“ und vertrete seine Meinung aus der tiefen Überzeugung, „dass unser Gemeinwesen den offenen und vielfältigen Meinungsaustausch im respektvollen Miteinander braucht“. Der Vorsitzende zeichnete das Leben und politische Engagement Kellers nach, angefangen beim Vorstand des Ortsverbands der Freien Wähler in den 1980er Jahren über die Kandidatur für den Landtag 1998 bis hin zum Fraktionsvorsitz der FW im Stadtrat. Keller präge seit drei Jahrzehnten das Bild der Freien Wähler als „unverzichtbare Größe mit Tatkraft, Scharfsinn und rhetorischer Brillanz“. Nachdem er bereits mit der aktuell höchsten Auszeichnung des Landesverbands, der Goldenen Ehrennadel, ausgezeichnet worden sei, solle er nunmehr etwas „Handfestes“ erhalten. So überreichte Seidel einen Präsentkorb, gefüllt mit allerlei Spezialitäten aus der Region, in Bio-Qualität und mit Fairtrade-Siegel. Kellers Frau Renate dankte er mit einem Blumenbouquet.

SONY DSCNach der Entlastung des Vorstands berichteten die FW-Vertreter in den Beiräten der Stadt von ihrer Arbeit in den Gremien und aktuellen Projekten. So gab Günter Geißler, zugleich stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender, als Mitglied des Sanierungsbeirats einen Einblick in das anstehende Bauvorhaben in der Obertorstraße (ehem. Haushaltswaren Wegner) und Brigitte Barthel, Vorsitzende des Jugendbeirats, einen Überblick über Maßnahmen zur Beruhigung der Straße am „Ma(e)in-Spielplatz“ sowie zu einer Umfrage an den Schulen zur Erweiterung dieses Platzes für Jugendliche.
Zu aktuellen Themen der Stadt- und Kreispolitik bezogen Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder und FW-Kreisrätin Andrea Hamberger Stellung. Dabei machte sie – wie auch schon zuvor in der Informationsveranstaltung der Stadt zum Thema Krankenhaus – deutlich, dass die bevorstehende Entscheidung im Kreistag angesichts der Situation schwierig, aber unumgänglich sei. Auch Alt-Landrat und Bezirkstagsvizepräsident Armin Grein schaltete sich in die Diskussion ein und berichtete aus Sicht des Bezirks von den Entwicklungen in der Krankenhauspolitik.


Stellungnahme der FW-Stadtratsfraktion zum CSU-Antrag bzgl. städtischer Flächen

Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler fordert angesichts des CSU-Antrags aus der Sitzung vom 12. November Zuverlässigkeit und Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt. Die CSU habe es bisher u. a. versäumt, Gründe zur Ablehnung verschiedener städtischer Flächen für den Bau einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge zu benennen. Es sei nunmehr wichtig, eine „vorausschauende selbstbestimmte Entwicklung von Alternativflächen“ ins Auge zu fassen. Angesichts der anhaltenden Flüchtlingssituation sollte die Stadt ihre Planungshoheit dazu nutzen.

Stellungnahme GU